Irland - Tour 2002 - Tag 18

Castle Archdale -> Donegal

Wegbeschreibung Dienstag, 11.06.2002Länge
Castle Archdale → Lisnarrick → Kesh → Ardshankill → Belleek → Ballyshannon → Cavangarden → Donegal71km
Σ891km

Heute wachte ich bei Sonnenschein auf. Ich packte meinen Krempel aufs Rad, dann frühstückte ich. Vom Warden war nichts zu sehen, also brach ich ohne Verabschiedung auf.

Während der Fahrt am Lough Erne entlang wechselten sich Regenschauer und Trockenzeiten ab, und als ich auf Boa Island war, kam die Sonne durch. In Belleek holte ich mir Brotzeit im Supermarkt, die Verkäuferin war auch bereit, mir für 5 Münzen à 1£ eine 5£-Note zu geben - da ich ja kurz drauf Nordirland verlassen würde, wollte ich sowenig Kleingeld übrig haben wie möglich.

Die restliche Fahrt nach Donegal ging relativ flott und ohne besondere Vorkommnisse vonstatten. Beim Hostel kam ich genau in der Halbzeitpause der Spiele Irland-Saudi-Arabien und Deutschland-Kamerun, der Warden Andy zeigte mir dann auch ganz schnell das Zimmer, wo ich mein Gepäck deponierte, dann guckten wir alle die Spiele zu Ende an (2 Fernseher, Deutschland-Kamerun ohne Ton).

Nach Spielende erledigte ich dann das Einchecken (Bezahlen und Eintragen im Buch). Als ich fragte, ob der Fahrradschuppen immer noch rechts hinter dem Haus wäre, meinte Andy, er hatte schon gedacht, daß ich schonmal hier gewesen wäre. Dann duschte ich und begab mich anschließend auf Besichtigungstour durch Donegal Town.

Nach Schloßbesichtigung und Einkauf packte ich gerade mein Futter in den Kühlschrank, als mich ein Mädel ziemlich unfreundlich fragte: "WHO ARE YOU", was ich mit "It's ME" beantwortete. Im weiteren Verlauf des Gesprächs stellte sich raus, daß Ayelet aus Israel ist und daß sie im Hostel als Aushilfe tätig war. Aber die Vornamen benutzten wir nicht, sie nannte mich "Me" und ich sie "Whoareyou".

Irgendwann trafen noch zwei Radler (Susanne und Martin) ein, mit denen ich mich auch unterhielt. Dann machte ich mich ans Kochen (Schweine-Paprika-Curry). Linda, Andys Frau, guckte interessiert zu und wollte das fertige Essen probieren. Durfte sie auch, es war ihr aber etwas zu scharf.

Ich unterhielt mich mit ein paar Gästen, als einer (Charlie) seine Wünschelruten zückte. Und er ließ uns alle mal probieren. Obwohl ich ja an sowas nicht glaube und mich auch darauf konzentrierte, daß die Ruten über dem Suchobjekt (ein Topf mit Wasser) nicht kreuzen sollen, sie taten es doch. Das hat mich sehr erstaunt.

Der weitere Abend war mit Lesen, Tagebuchnotizen und Unterhalten auch schnell vorüber.


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